Elektrische und magnetische Felder sind Begleiterscheinungen unserer modernen Welt. Einerseits wirken sie durch elektrische Leitungen und Anlagen bzw. durch Mobilfunk-, Radio- und Fernsehsender von außen auf uns ein. Andererseits produzieren wir sie in unserem Wohnumfeld selbst. Interessant dabei ist die Tatsache, dass hausgemachte Felder in vielen Fällen größere Belastungen erzeugen als jene Felder, die außerhalb unseres Einflussbereiches liegen.

Künstliche Felder

Niederfrequente elektrische Felder gehen von Stromleitungen und elektrischen Geräten aus. Stromleitungen in der Wand erzeugen geringere Felder, während Verlängerungskabel und elektrische Geräte stärkere elektrische Felder erzeugen. Sie können in ca. 50 bis 100 cm Entfernung noch erhöht sein.

Niederfrequente magnetische Felder entstehen sobald Strom fließt. Für den Schlafplatz relevante Werte werden üblicherweise nur in der Nähe von Transformatoren oder Hochspannungsleitungen erreicht. Nahezu alle elektrischen Geräte enthalten einen Transformator oder ein Netzteil zur Spannungsumwandlung. Der Transformator kann sich entweder direkt am Stecker oder im Bereich des Anschlusskabels befinden. Er kann jedoch auch im Gerät eingebaut sein. Transformatoren erzeugen im Umkreis von 50 cm relativ hohe Magnetfelder.

Hochfrequente elektromagnetische Felder werden durch Handys, mobiles Internet, WLAN oder Schnurlostelefone innerhalb des Wohnbereichs erzeugt. Dazu kommen von außen die Funkanlagen von Mobilfunk, Fernsehen und Radio.

Natürliche Felder

Die Erde besitzt ein magnetisches und elektrisches Feld. Diese Felder sind Gleichfelder, die ihre Stärke nur innerhalb großer Zeiträume verändern. Darunter fallen das magnetische Gleichfeld der Erde, das man mit einem Kompass feststellen kann, und das elektrische Gleichfeld, das durch die ionisierende Wirkung der kosmischen Strahlung auf höhere Luftschichten (Ionosphäre) und durch die Luftbewegung in der Atmosphäre verursacht wird. Besonders stark wird das elektrische Gleichfeld unter Gewitterwolken. Prinzipiell ist der Mensch an diese Felder gewohnt. Allerdings gibt es auch hier Personen, die auf starke Änderungen reagieren. Man spricht hier beispielsweise von Wetterfühligkeit.